Montag, 7. Februar 2011

Hallo ihr Lieben



Ersteinmal muss ich mich bei ihnen/euch allen dafür entschuldigen, dass ich nun schon so lange nichts mehr in meinen Blog geschrieben habe.
Da der Rest der Adventszeit sehr stressig verlief, weil mit ihr nicht nur das Schuljahr endete und die Sommerferien anfingen, sondern ich mich auch noch auf meine erste große Reise vorbereiten musste, blieb mir leider keine Zeit mehr einen Blogeintrag zu verfassen.
Ich hoffe jedoch, dass ich nun endlich mein Vorhaben, regelmäßiger zu bloggen, umsetzen kann.

Meine Reise fing am 22. Dezember an, indem ich nach Sao Paulo flog. Dort wohnte ich bei meiner besten Freundin Anne-Sophie, die ihren Freiwilligendienst in Sao Paulo absolviert. In Sao Paulo feierte ich zusammen mit noch anderen Freiwilligen aus ganz Brasilien ein wunderschönes Weihnachtsfest der etwas anderen Art. Mir fehlte meine Familie in dieser Zeit sehr.
Zwischen den Jahren fuhren wir nach Iguacu und schauten uns sowohl die brasilianische, wie auch die argentinische Seite der unglaublichen Wasserfälle dort an.




Über Silvester  und Neujahr waren wir in Rio de Janeiro. Den 31.12.2010 verbrachten wir mit ca. 2,5 Millionen Menschen in Weiß (das ist eine Tradition in Brasilien) beim größten Feuerwerk der Welt am Strand Copacabana.


                                                           Annchen und ich in Rio 

                                             Oben auf dem ChristusBerg in Rio

                                                          Ausblick auf den Zuckerhut

                                                     Annchen und ich am Ipanema

Nachdem ich dann noch einige Tage in Sao Paulo verbracht hatte, traf ich mich mit meinen Mitfreiwilligen Lena und Mareike wieder in Lima.

                                                           Mareike, Ich und Charlotte

Von dort aus ging es zu einem herrlichen Ort in Peru: nach Huancachina. Huancachina ist eine kleine Oase mitten in der Wüste in der Nähe von Ica (ca. 300 Kilometer von Lima entfernt).

                                                  Nachts in unserem Hostelpool

                        

                                                    Wir auf unserer Sandboardingtour

Von dort aus haben wir dann auch eine Tour auf die Paracasinseln gemacht.

                                                         Lena und ich auf dem Boot



Dort kam mich dann auch Christian, der zur Zeit ebenfalls einen Freiwilligendienst in Sao Paulo absolviert, besuchen. Mit ihm fuhr ich dann nach einigen Tagen nach Cusco und Pisac, um ihm zu zeigen, wie wir hier leben. Von Cusco aus sind wir dann nach Puno an den Titicacasee gefahren.

                                                    Ein Mirador (Aussichtspunkt) in Puno






Nach einer Inseltour auf die schwimmenden Inseln der Uros sind wir dann weiter nach Bolivien nach Copacabana, wo wir unsere letzte gemeinsame Nacht verbrachten.

                                                           Autotaufe in Copacabana


                                                            Christian und ich

Am nächsten Tag guckten wir uns die berühmten Auto-taufen vor der Kirche, sowie die Kirche selbst an. Mittags mussten wir uns dann trennen, denn Christian fuhr zurück nach Cusco, von wo sein Flug „nach Hause“ ging und ich fuhr weiter nach La Paz, wo ich drei Nächte bei einem Couchsurfer schlief. Er hieß Santiago und war ein ehemaliger Reiseführer, was mir sehr zugute kam, da er mir viel zeigte und erzählte.

                                                           Mirador  ueber La Paz

Santi musste dann nach drei Tagen geschäftlich verreisen und so zogen  Charlotte, die nun auch schon einen Tag in La Paz war, und ich in ein Hostel um, wo wir auch einen Tag später die anderen trafen. Charlotte und ich fuhren an einem Tag die gefährlichste Strasse Südamerikas mit dem Fahrrad herunter. Die Tour fängt auf 5000 Metern Höhe an und endet auf 1000 m. Wir fingen in völliger Öde an zu fahren und hörten im Urwald auf.






 Leider tat mir die Höhe nicht so gut, was sich jedoch erst am Ende, auf der Heimfahrt, durch heftige Kopfschmerzen äußerte . Nachdem ich im Hostel einfach ins Bett gefallen war und erst nach 15 Stunden wieder aufwachte ging es mir wieder besser. Am nächsten Tag fuhren wir dann wieder zurück nach Puno, von wo aus wir eine zweitägige Tour mit einer Übernachtung auf der Titicacaseeinsel Amantaní buchten. 


                                             Der Ausblick aus unserem Fenster in Amantani

                                                                   Unser Gastpapi

                                               Wir in der Inseltracht auf einem Tanzabend


                                                         Oben auf dem Berg auf Mantani

                                                         Mareinke, Lena und ich


 Die Tour war sehr schön, wir übernachteten auf der Insel Amantaní bei einer Familie, die uns beherbergte und bekochte. Am nächsten Tag fuhren wir dann bei heftigem Wellengang auf die Nachbarinsel Taquile, die auch als die Insel der strickenden Männer bekannt ist. Dort aßen wir frische Trucha (Forelle) und fuhren dann wieder drei Stunden mit dem Boot nach Puno, von wo aus wir dann sofort weiter nach Cusco fuhren.
Zuhause angekommen erwartete uns eine böse Überraschung. Lenas und mein Zimmer waren während unserer Abwesenheit von Schimmel befallen worden. Nach fast einer Woche erklärte sich unser Vermieter dann endlich dazu bereit, den Schimmel zu entfernen, sodass nun endlich wieder  jeder in seinen Zimmer wohnen kann. Aber das war nicht die einzige unangenehme Überraschung. Am Sonntag den 29.01.2011 gingen wir dann, weil wir mit ihr verabredet waren, zu Lourdes, um dort von der Nachbarin mitgeteilt zu bekommen, dass sie gar nicht da ist und erst in 10 Tagen aus Lima wieder kommt. Sie hat uns nichts davon gesagt und uns auch keine Nachricht hinterlassen. Das Jahr fängt also gut mit ihr an, was ich sehr schade finde. Erst als wir dann bei dem Schulleiter waren, erfuhren wir, dass Lourdes uns wenigstens eine Aufgabe gestellt hatte, nämlich in der ersten Woche unserer Arbeitszeit die komplette Schule zu putzen...Prima.
Naja das haben wir dann nun auch getan und ich bin gespannt, was wir in den nächsten Wochen tun sollen, denn die Schule fängt erst am 7. März wieder an.
Allerdings haben wir ja auch Ende Februar eine Woche lang unser Zwischenseminar mit allen Freiwilligen aus Peru in Lima.
Danach kommen dann auch schon bald meine Eltern zu Besuch, worauf ich mich riesig freue.
Ich habe mir in den Ferien einige Gedanken darüber gemacht, wie ich mehr eigene Dinge mit den Schülern machen kann und bin so auf die Idee gekommen in meiner alten Schule einen Spendenaufruf nach alten Blockflöten zu veröffentlichen, die mir dann hoffentlich über meine Elten mitgebracht werden. Denn ich würde sehr gerne im kommenden Schuljahr in der zweiten Klasse, in der ich ja nun arbeiten werde, Flötenunterricht anbieten. Ich hoffe, dass ich genügend Flöten zusammen bekommen werde.

So, das war es nun erst einmal wieder von mir.
Ich hoffe euch geht es auch allen gut!

Ganz liebe Grüße aus Pisac
Eure Anna-lena