Montag, 20. September 2010

So langsam wird es was....


Nun nach fünf Tagen hier in Peru, muss ich zugeben, dass alles gar nicht mehr so schlimm ist wie ich es zuerst fand.
Am Anfang habe ich einfach nur gedacht, wie soll ich das hier ein Jahr lang überleben.
Wir haben hier zwei Zimmer zu dritt, ich schlafe mit Lena in einem Zimmer auf Matratzen auf dem Boden. In Mareikes Zimmer haben wir eine kleine Kochnische, mit zwei Gasplatten und einem kleinen wenig Geschirr. Das Bad teilen wir uns neben unserer Vermieterin (Normal) mit ihren zwei Kindern, auch noch mit einer Frau und einem Polizisten, es umfasst ca 4 Quadratmeter.
Von unserem Zimmer aus  guckt man auf die Inkastätten von Pisac. Auch wenn man duscht hat man einen herrlichen Ausblick auf die Berge, leider ist das Wasser sehr wenig und auch nicht immer warm.
Nachdem Lena und ich alles geputzt haben, uns einen Schrank für unsere Kleidung und eine Garderobe gekauft haben, sieht alles schon viel schöner und netter aus.
Im Moment wird auf unser Wohnhaus einfach noch ein Stockwerk drauf gebaut und wenn das fertig ist (angeblich in einem Monat) sollen wir noch ein Zimmer dazu bekommen und auch ein eigenes Bad.
Gestern sind wir das erste mal zu Lourdes nach Cyo mit dem Bus gefahren. Wir hatten Glück und der Bus war nicht sehr voll, es war aber trotzdem so eine typische peruanische Busfahrt wie ich sie mir immer vorgestellt habe, der Bus war relative Schrott und es waren Tiere im Bus, ein Peruaner hatte ein Lämmchen auf dem Arm und an jeder Haltestelle, die man nicht als solche identifizieren konnte, kamen Frauen rein und boten Mais und frisch gepressten Apfelsaft an.
Lourdes unserer Chefin und ihr Mann Martin wohnen sehr schön und sie haben sogar einen eigenen Garten. Lourdes ist eine sehr starke und bestimmte Person, aber ich denke ohne diese Persönlichkeit könnte sie hier nicht die Organisation Estrella del sur leiten.
Heute war ich das erste mal arbeiten, diese Woche besteht meine Arbeit darin ein geistig zurückgebliebenes und anderen Kindern gegenüber ziemlich aggressives Kind zu betreuen. Bei diesem Mädchen handelt es sich um Sharie, die jüngere Tochter von Norma. Der Unterricht ist ganz  schön finde ich, es sind alle bemüht ihn so Waldorf wie möglich zu gestalten. Aber die Zustände der Kinder haben mich sehr geschockt, alle sind dreckig haben teilweise sogar verkrustete Gesichter und Hände und die Kleidung stand fast vor Dreck. Auch habe die Kinder, ich war heute in der 1. Klasse einen sehr aggressive Umgangsform miteinander und man merkt bei den meisten, dass sie Schläge von zuhause gewöhnt sind.
Morgen und Übermorgen fällt die Schule aus, weil die Landbevölkerung gegen die Vorgehensweise der Regierung streikt. Hier findet im Moment richtiger Wahlkampf für die Wahlen Anfang Oktober statt.
Sonst gewöhne ich mich hier sehr gut ein, es ist schön durch den Ort zu laufen und immer öfters auf Bekannte zustoßen. Die Peruaner sind ein sehr herzliches Volk, das fängt bei der Begrüßung an (auch wenn man jemanden nicht kennt, sondern ihn erst kennen lernt, küsst man sich auf die rechte Wange), dann fragen sie sofort wie es einem geht und sind auch sonst sehr an einem interessiert. Man kann also nicht mal eben schnell einkaufen gehen, denn man trifft immer Leute die man kennt und mit denen man sich dann einfach auf der Straße unterhält.
Auch der Markt, der jetzt im Moment täglich ist, ist sehr nett, leider lockt er und die Inkastätte auch viele Touristen an, was meistens dazu führt, dass die Hauptstraße mit Reisebussen verstopft ist.
Und auch an die unhygienischen Zustände hier in jeglicher Form gewöhnt man sich mit der Zeit, dennoch denke ich nicht, dass ich hier jemals aus dem Mercado Fleisch oder ähnliches kaufe.
Hier laufen überall Herrenlose Hunde herum und als wir heute in den Telefonladen gekommen sind, lag einfach einer toter Hund vor dem Thesen, als wie das dann angesprochen haben, wurde dieser einfach genommen und in den Mülleimer geschmissen, das sind eben so Dinge an die man sich auch gewöhnt, in Deutschland wäre die komplette Situation undenkbar gewesen. 
Liebe Gruesse aus Peru
Eure Anna-Lena
ps; ich hoffe es klappt, dass ich hier ein paar Fotos hochlade!


Donnerstag, 16. September 2010

...endlich da...

Hey Leute!
Ich bin gut in Pisaq angekommen, auch wenn die Ankunft mit einigen Turbulenzen verbunden war…
Bis Lima hat alles gut geklappt, aber ab dann ging alles schief. Fast haetten wir in Lima den Flieger verpasst und zu allem Überfluss sind wir nicht wie besprochen vom Flughafen abgeholt worden. Das lag daran, dass der Termin unserer Ankunft anscheinend falsch verstanden wurde… Ja, das war schon mal nicht so toll, aber Lena und ich haben  auch dies hinbekommen und sind mit einem „Taxi“ dann nach Pisaq gefahren, wo wir auch gleich zwei junge Männer gefunden haben, die Mareike (die Freiwillige die schon da war) kannten und uns zu unserem Heim führen konnten.
Das Zimmer teile ich mir mit Lena allerdings haben wir keine Schränke um unsere Sachen zu verstauen, das ist etwas blöd, aber wir werden uns hier dann einfach einen Schrank leisten ;) Unsere Vermieterin Norma ist sehr nett und hat einen kleinen Laden unten im Haus. Sie hat auch eine Waschmaschine, die wir, für Geld, auch benutzen können. Allerdings wäscht sie nur kalt. Zum Duschen haben wir Warmwasser J Man muss aber gut eingewiesen werden, sonst könnte man einen Stromschlag bekommen, da das Wasser mit Strom aufgeheizt wird. Ansonsten ist das Bad nicht besonders sauber, aber ich denke daran gewöhne ich mich noch. Generall ost hier nichts besonderes sauber und die Menschen achten auf dich auf ihre Koerperhygiene.
Durch unser Fenster sehen wir direkt auf die Berge und die Inkastätten von Pisaq. Vorher haben wir uns noch kurz den Kindergarten und die Schule angesehen. Sie liegen auf einem Berg und man läuft von unserem Haus so gute zehn Minuten hin. Lourdes haben wir leider nur ganz kurz gesehen… Arbeiten müssen wir wahrscheinlich dann erst ab nächster Woche, mal sehen… Vorrausichtlich werde ich in der Schule arbeiten und Lena im Kindergarten mit Mareike. Aber auch darüber kann ich nur vermuten.
Die Landschaft ist echt der Wahnsinn! Es ist richtig schön hier. Lamas habe ich auch schon gesehen und überall laufen streunende Hunde herum (was ich nicht so toll finde).
Gut, soweit mal der erste Lagebericht aus Pisaq!
Alles Liebe eure Anna- Lena

Donnerstag, 9. September 2010

Es kann los gehen...

Jetzt, fünf Tage vor meiner Abreise habe ich es auch endlich mal geschafft mir einen Blog zu  zulegen.


Im Moment fühle ich mich etwas durcheinander, es sit ziemlich komisch für ein ganzes Jahr so weit wie möglich im Voraus zu planen und so viele Sachen zu bedenken. Die meisten Dinge habe ich jedoch jetzt, wie zum Beispiel eine neue Treckingausrüstung für die Anden von Peru. Auch für die Kinder war ich schon fleißig einkaufen, wie zum Beispiel Buntstifte, Wachsmaler, Wasserfarben, Luftballons, Klebestifte, Scheren, Seidenpapier, Sticknadeln usw.
Ich hoffe alle Kinder werden sich darüber freuen und ich werde viel Spaß mit ihnen und den Sachen haben.


Aber auch der Abschied fällt mir von vielen wichtigen Menschen schwerer als gedacht.


Bald ist nun mein Tag gekommen, an dem ich über den großen Teich fliegen werde. Ich werde am Dienstag den 14.09.10 umd 22:05 Uhr von Frankfurt aus mit Lena zusammen (die schon im Flieger stitzen wird) nach Sao Paulo fliegen und dort um 05:10 Uhr (Ortszeit - also nach 12 Stunden Flug) ankommen. Nach einer Frühstückspause werden wir dann um 08:25 Uhr den Flieger nach Lima nehmen, von wo wir dann nach 40 min aus weiter nach Cusco fliegen werden, wo wir dann endlich abgeholt werden und nach Pisac gefahren werden. So nun werde ich mal weiter vorbereiten.


Liebe Grüße, Anna-Lena